Beim Schreiben der Überschrift „Das Würde des Menschen ist unantastbar“  unterstreicht das Rechtschreibprogramm das „Das“. Sind Sie genauso irritiert wie mein PC? Ja?

Als ich diesen Satz zum ersten Mal von einer Freundin gehört hatte, kam mir auch die Präambel des deutschen Grundgesetzes in den Sinn: Die Würde des Menschen ist unantastbar.

Der Begriff Würde bezeichnet nach Wikipedia eine Eigenschaft einen bestimmten Seinszustand zu besitzen

Das Würde bezeichnet folglich, dass wir Menschen dazu neigen, Bedingungen einzufordern, die, wenn sie erfüllt sind, uns in einer bestimmten Weise sein lassen. Wenn ich dies oder das hätte/wäre/täte, dann wäre ich zufriedener/glücklicher usw. Das bedeutet, im Allgemeinen nutzen wir das Würde, um so bleiben zu können wie wir sind

Das Würde bezeichnet auch, dass ich ja „eigentlich“ etwas tun will, weil jedoch die Bedingungen nicht passen, ich aus dem Schneider bin – nein, ich kann nicht, weil….  Ich kann mich gut verstecken, um nicht zu tun, was getan werden müsste. Ein altes Sprichwort belegt es ganz deutlich: wenn das Wörtchen wenn nicht wär….

Das ist die eine Seite.

Eine andere Seite zeigt sich mir so:

Wenn ich so tue, als hätte ich einen bestimmten Zustand bereits erreicht, entstehen in mir Gefühle, Bilder, die in mir bereits eine Wandlung hervorrufen. Auch wenn die äußeren Bedingungen sich noch nicht gewandelt haben. Mein Denken, mein Fühlen schafft die Basis. Dem Unterbewusstsein ist es ganz egal, ob die Gefühle und die Bilder aus der „realen Welt“ stammen, oder ob ich sie mir selbst geschaffen habe. Wenn ich in meinen Tagträumen das Leben meiner Träume lebe, ist es unausweichlich, dass mein Traum lebendig wird. „Träume dein Leben“ und dann „Lebe deinen Traum.“


Erst das Leben träumen und dann den Traum leben

Dann lasst uns doch mal beginnen:

Wie würde ich mich fühlen, wenn ich glücklich wäre? Wie würde ich mich fühlen, wenn ich den optimalen Partner hätte? Wie würde ich über mich denken, wenn ich mir meines Selbsts und meiner Einzigartigkeit bewusst wäre? Wie würde ich anderen Menschen begegnen? Wo würde ich leben? In der Stadt? Auf dem Land? Am Wasser? In den Bergen? Wie sähe meine Wohnung aus? Wo und was würde ich arbeiten? Hätte ich Familie, Haustiere? …….

Diesen Traum dürfen wir beleben – nein – für das Unbewusste ist es wichtig, dass wir diesen Traum beleben. Wir müssen mit jeder Faser unseres Herzens diesen Traum in uns aufsaugen. Er nährt uns, schafft Möglichkeiten. Denn: Dem Unbewussten ist es egal, ob wir schon dort sind – oder erst gestalten!

Möglichkeiten tun sich auf

Ein weiterer Aspekt zeigt sich mir in meinem täglichen Umgang mit Menschen. Sie kommen mit Fragen und erhoffen einen Rat. Doch eine Lösung, die für mich passend erscheint, muss für einen anderen Menschen nicht passend sein. So stelle ich die Frage: Was wäre, wenn dieses Problem gelöst wäre? Wie würde es sich anfühlen, wenn Sie die Gedanken loslassen würden – ohne dass Sie sie loslassen müssen! Was wäre, wenn Sie gesund / reich / zufrieden wären.
Hier führt das „Was wäre wenn“ in die imaginäre Welt, jenseits aller Logik. Der Verstand erkennt: Es ist nur Fantasie, ist nur eine Spielerei – und fühlt sich sicher.

Richtungswechsel ist möglich

Hier kann sich Wandlung anbahnen – ohne dass der innere Kritiker sofort auf der Matte steht und Argumente bringt, dass eine Anstrengung sinnlos sei. Und dem Unterbewusstsein ist es völlig egal, welche Realität gerade angesagt ist. Es fühlt und lässt uns entsprechend reagieren. Wir können erkennen: wir sind die Gestalter unserer Welt. Wir übernehmen Verantwortung für uns. Das stärkt uns in unserer Kraft und führt uns in einen bestimmten Seinszustand – zur Würde.

 

 

Ich lade Sie zu einer kleinen Übung ein:

Schließen Sie die Augen.

Sagen Sie sich den Satz: Ich bin glücklich

Spüren Sie nach, was sich in Ihrem Körper bewegt.

Nach einer Weile stellen Sie sich die Frage: Wie würde es sich anfühlen, wenn ich glücklich wäre? – ohne dass ich glücklich sein muss!

Spüren Sie nach, was sich in Ihrem Körper bewegt.

 

Wie es Ihnen gelingen kann, sich immer wieder an Ihre Träume zu erinnern – dazu lade ich Sie ein, sich meine 10 Tipps für ein entspanntes Leben mit Kindern hier herunterzuladen.

Ich freue mich, wenn Sie mir Ihre Fragen im Kommentarfeld hinterlassen – ich beantworte sie gerne.
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